Georg-Kerschensteiner-Schüler legen im Holdorfer Bürgerpark ihren Schulgarten an
von Heinrich VollmerAn der Georg-Kerschensteiner-Schule in Holdorf gab es schon lange den Wunsch nach einem größeren Schulgarten – und dieses Anliegen wird nun im Bürgerpark langsam Realität. Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler der siebten und zehnten Jahrgänge gruben jetzt nämlich Wege, pflanzten Bäume, Sträucher und Hecken. Pfade wurden mit Holzschnitzeln versehen, Beete präpariert und Pflanzen gewässert. Alle Jugendlichen packten tatkräftig mit an, um die Pläne und Ideen vom Reißbrett in die Wirklichkeit umzusetzen.
Bisher dienten vier Hochbeete dazu, dem Schulgartenkonzept an der Oberschule die naturnahe Praxis
einzuhauchen. „Als die Gemeinde Holdorf den Bürgerpark anlegte, kam die Idee auf, dort auch ein Areal für den Schulgarten zu integrieren“, sagt Lehrerin Claudia Totzke. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug sei von dieser Idee begeistert gewesen. Die Schule freut sich über die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Gemeinde Holdorf.
Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Hyco Verhaagen wurden Pläne geschmiedet, wie der neue Schulgarten aussehen soll. Die Jugendlichen bauten ein großes Modell, schnell waren eine Menge Ideen geboren, wie das Areal gestaltet werden soll. So besteht der Schulgarten aus einem Esswald, drei großen Beeten für insektenfreundliche Pflanzen und Gemüseanbau. Fledermausfreundliche Sträucher sollen dafür sorgen, dass auch die im bereits installierten Brunnen befindlichen Fledermausunterkünfte sich reger Übernachtungsgäste erfreuen dürfen. Bienenvölker sollen die Schulgarten-AG erweitern. Konrektor Michael Averbeck wird als passionierter Imker die summenden Insekten gemeinsam mit den Jugendlichen betreuen.
Dank des Schulgartens gibt es laut Claudia Totzke viele Vorteile. Obststräucher sollen in Zukunft ebenso als Quelle für den Hauswirtschaftsunterricht dienen wie der Gemüseanbau. Es wäre außerdem vorstellbar, das Mensaangebot dadurch zu ergänzen. Die Biologie-Lehrer freuten sich darauf, ihre Studien künftig nicht im Klassenzimmer, sondern im Bürgerpark durchzuführen. In der Schulgarten-AG und im Wahlpflichtkurs Naturschutz könnten Schüler erfahren, was passiert, bevor Obst und Gemüse auf dem Teller landen. Oder wie wichtig es ist, Insekten einen ansprechenden Lebensraum zu bieten. Zusätzlich sollen Nistkästen, Igelhäuser und Futterhilfen dafür sorgen, „dass noch mehr Leben in den Garten kommt“.


