Laufen für die gute Sache: Holdorfer Oberschüler sammeln Geld für „Green Schools“ in Nigeria
von Frederik Böckmann OM-MedienDer Spendenlauf der Georg-Kerschensteiner-Schule für soziale Projekte kommt wieder gut an. 300 Schüler und zehn Lehrer machen mit.
Der Unterricht hatte am Freitagmorgen an der Georg-Kerschensteiner-Schule in Holdorf noch gar nicht angefangen, da nahm Claudia Totzke bei den Schülern schon eine besondere Stimmung wahr. „Die sind heiß wie Frittenfett“, hatte die Sportlehrerin bemerkt. Denn die Oberschüler motivierten sich schon gegenseitig, wer denn am Mittag die meisten Runden laufen werde. Denn schon zum 11. Mal fand nun am letzten Freitag vor dem 1. Mai der Sponsorenlauf an der Georg-Kerschensteiner-Schule statt. Bei dem Stundenlauf versuchen die Schüler, möglichst viele Meter zu machen, um dank ihrer Gönner und Sponsoren eine hohe Spendensumme für soziale Projekte und Investitionen in die Infrastruktur der Bildungseinrichtung zu erzielen.
Neben der Fachbereichsleiterin Sport wagten sich rund zehn weitere Lehrerinnen und Lehrer auf den Rundkurs. Wie zum Beispiel Langstreckenläufer Christoph Stuntebeck: Der Harpendorfer war am Morgen schon zur Oberschule gelaufen – und nach Schulende dann wieder zurück. Die weiteren Lehrkräfte beteiligten sich an der Organisation wie der Verpflegungsstation.
Der Erlös des Sponsorenlaufs wird aufgeteilt. Eine Hälfte kommt der Oberschule zugute, die davon unter anderem das Projekt „Tulpen für Brot“ unterstützt. Das ist eine Aktion von Kindern für Kinder, die wiederum drei Hilfsprojekte unterstützt: nämlich die Deutsche Kinderkrebshilfe, Unicef Deutschland und den Verein Borneo Orangutan Survival Deutschland, die sich für den Fortbestand und Entwicklung der Orang-Utan-Bestände auf Borneo einsetzt.
Mit der anderen Hälfte des Erlöses unterstützt die Georg-Kerschensteiner-Schule wie seit 2021 die Kampagne „Sports4Trees“ des Vereins „Sports for Future" aus Mühlen. Damit werden jeweils Schulen in Nigeria unterstützt. In dem Bundesstaat Akwa Ibom, der im Süden Nigerias liegt, werden die „Green Schools“ umgesetzt.
Das heißt: Der Schwerpunkt liegt besonders auf Klimaschutz, Bildung und Sport. Durch die Pflanzung von Fruchtbäumen und den Einsatz von Solarenergie (Klimaschutz), Umwelt- und Klimaschutzbildung (Bildung) und die Ausstattung sowie praktische Umsetzung (Sport) entsteht eine Kombination aus Klimaschutz und ein Nutzen für die Menschen vor Ort.
Mit rund 10.000 Euro unterstützte die Oberschule Holdorf bislang Bildungseinrichtungen in Nigeria. Die GKS verquickt damit ihr Engagement für den Naturschutz mit ihrem sportlichen Leitbild. Denn die Bildungseinrichtung ist Unesco-Umweltschule und auch zertifizierte sportfreundliche Schule.


