WasserVision zu Gast an der GKS
22.05.2025

Interaktive Veranstaltung: Holdorfer Schüler erfahren Wissenswertes zum Wasser

von Frederik Böckmann OM-Medien

Jeder Mensch, jede Pflanze braucht Wasser. Wir benötigen es zum Anbau unserer Nahrungsmittel, als Trinkwasser, für die Herstellung von Industriewaren, Konsumgütern und Energie. Ein wasserintensiver Lebensstil, Wasserverschwendung und Wasserverschmutzung haben gewaltige Auswirkungen auf Menschen und Natur. Verschärft wird die Situation durch eine schnell wachsende Weltbevölkerung und den fortschreitenden Klimawandel, der zu immer mehr Wetterextremen mit Folgen wie Überschwemmungen oder längeren Dürreperioden führt. Wie sie auch die aktuelle Trockenphase zeigt.
Es hätte also fast gar keinen „besseren“ Zeitpunkt als diese Woche geben können, als der gemeinnützige Verein Multivision aus Hamburg mit seiner Bildungsveranstaltung „Wasservision – Wasser ist Leben“, die von der Bürgerstiftung Holdorf mit 1125 Euro unterstützt wurde, Gast in der Georg-Kerschensteiner-Schule war. Die Referenten Björn Wielke und Max Menkenhagen versuchten dabei auf spielerische Art und Weise, in drei verschiedenen Blöcken mit den 300 Schülern dem Thema Wasser aus naturwissenschaftlicher, politischer, ökonomischer und ethischer Sicht näherzurücken.

Und sie merkten dabei ganz genau, dass sie in Holdorf nicht an einem x-beliebigen Veranstaltungsort waren. „Jedes Kind aus Holdorf weiß das Thema Wasser wegen des Heidesees einzuordnen“, sagt Rektor Raimund Haskamp. Der Wasserspiegel des naturbelassenen Sees ist, auch wenn er sich aktuell (noch) auf einem hohen Niveau befindet, das Symbol für den schwindenden Grundwasserstand in der Südkreis-Kommune. Umweltthemen spielen bei uns in der Schule, in einer ländlich geprägten Region, schon eine große Rolle“, ergänzt Lehrerin Claudia Totzke. Beim Thema Wasser seien die Schüler schon sensibilisiert. „Sie merken schon, wie uns der Klimawandel belastet; dass sie zum Beispiel die vergangenen Wochen durch Regen nicht mehr nass geworden sind.“

Die Schüler nahmen deshalb auch interessiert an der pro Block 90 Minuten langen Veranstaltung – eine interaktive Mischung aus Vortragselementen, Grafiken, Filmbeiträgen und Quizfragen – teil. Sie wussten, dass eine Dürre Kriege auslösen kann (wie in Syrien), dass der Mensch zu 50 bis 70 Prozent aus Wasser besteht und dass es Länder gibt, in denen nur dreckiges Wasser aus dem Hahn kommt. Die Schüler wurden auch daran erinnert, dass durch ein Jahrhundert-Hochwasser wie 2021 im Ahrtal Menschen ums Leben kommen können. Und sie erfuhren, dass zu Hause die Toilettenspülung am meisten Wasser verbraucht.

Jede Vision hat aber auch ein Ziel: Also sprachen die Schüler mit den Moderatoren gemeinsam über Lösungen, wie wo auf dem Schulgelände vielleicht Flächen entsiegelt werden können und wie im Alltag Wasser gespart werden kann. Max Menkenhagen hatte da diesen Tipp: „Duscht nur so lange, wie euer Lieblingslied dauert.“ Lehrerin Claudia Totzke war zufrieden. „Die Schüler haben super interessiert zugehört. Wir werden das im Unterricht auch mit zwei, drei Projekten noch nacharbeiten.“

Foto: Frederik Böckmann OM-Medien

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